Fettes Brot titelte einmal "Nordisch by Nature", also von Natur aus ein Nordlicht! Ja, in den Neunzigern war es noch cool, aus Hamburg zu kommen – und heute wollen alle nach Berlin(?)
Obwohl ich kein richtiger Fan der Gruppe "Fettes Brot" bin, muss ich trotzdem zugestehen, dass früher eine breitere Präsenz der regionalen Sprache herrschte. Gerade auch in Bezug zur Jugendsprache gab es noch stärkere, regional bedingte Unterschiede, die im Grunde ja auch typisch für die Umgangssprache, also den restringierten Code, sind. Trotz verschiedener Bemühungen schaffte es "Hamburgisch" nie die offizielle Standardsprache der Stadt zu werden. Und so sind die leidenschaftlichen Bemühungen zur Bewahrung des Hamburgischen aus lexikologischer Sicht allenfalls von sprachwissenschaftlicher bzw. historischer Qualität. Doch ganz so schwarz sollte man das Ganze rückblickend auch nicht sehen, da die regionalen Mundarten sich im Gegensatz zur standardisierten Hochsprache immer in einem Entwicklungsprozess befinden, auch wenn heutzutage natürlich auch der Einfluss durch die Konsumkultur und die damit verbundene Anglisierung zunehmen.
Welche Begriffe sich dennoch bewusst und unbewusst im Hamburgischen Wortschatz gehalten haben und welche Geschichte das Projekt "Hamburgisches Wörterbuch" beinhaltet, könnt ihr auf den folgenden Seiten erfahren.
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